The Yakuza Remastered Collection – Einige Inhalte werden wegen Bedenken der LGBTQ-Community entfernt

Was vor einigen Jahren eigentlich noch niemanden interessiert hat, kann in der immer politischer korrekter werdenden Welt durchaus zum Problem werden. Das befürchten offenbar auch die Macher der ‚The Yakuza Remastered Collection‚, die SEGA und Atlus in dieser Woche angekündigt haben.

So räumt man jetzt ein, dass man einige Inhalte und Missionen aus den Spielen entfernen wird, die für manch einen nicht mehr ins heutige Weltbild passen und die sich daran stören könnten. Speziell geht es um einige Missionen, die sich an die LGBTQ-Community richten. In einem Interview mit Producer Daisuke Sato sagte dieser, dass man bei der Entwicklung der Collection vor einigen Herausforderungen hinsichtlich der damaligen Denkweise stand, die heute ganz anders aufgenommen wird.

„Es gibt technische Probleme, aber auch inhaltliche Probleme, die wir ändern müssen, weil sie nicht mehr in die moderne Denkweise passen,“ so Sato. „Das erste Spiel ist zehn Jahre alt. Damals war die Wahrnehmung der LGBTQ-Community anders als heute. Es ist ein anderes Thema, mit unterschiedlichen Betrachtungs- und Darstellungsweisen. Es gibt also einige Hintergrundinformationen, die nicht zu diesem modernen Geist passen, und sie mussten gekürzt werden.“

Auf der anderen Seite wurden allerdings auch Inhalte hinzugefügt, die damals in der westlichen Version fehlten, quasi ein kleiner Ausgleich. Ob man nun aber wirklich zu diesen Änderungen gezwungen war, oder man lieber klein bei gibt, nur um Problemen aus dem Weg zu gehen, sei mal dahingestellt. Irgendwann wird die ganze Welt so korrekt sein, dass selbst für den kleinsten Spaß kein Platz mehr ist.