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Vorschau: Dying Light 2 – Unsere gamescom Eindrücke

Einer der ersten Termine, den wir persönlich auf der gamescom in diesem Jahr wahrgenommen haben, war “Dying Light 2” von Techland, das man bereits zum zweiten Mal (unsere GC 2018 Preview) den Fachbesuchern präsentiert hat. Leider gab es auch diesmal keine persönlich Anspiel-Session, stattdessen wurde eine umfassende Gameplay-Demo gezeigt, in der man unter anderem die Fortschritte des vergangenen Jahres präsentiert hat.

Größer, brutaler und flüssiger

Die Fortsetzung des Survival-Titels spielt rund 15 Jahre nach dem Original, in einer Art post-apokalyptischem Außenposten eines modernen und dunklen Zeitalters. Hier schlägt sich die Menschheit mit Mühe und Not durch, während brutale Fraktionen um die Vorherrschaft kämpfen und Zombies bei Tag und Nacht durch die Straßen schleichen. Die gezeigte Gameplay-Demo umfasste einen Abschnitt auf der neuen Karte, in dem wir eine Art Festung, genannt Island, infiltrieren sollen, um von dort die dringend benötigte Wasserversorgung wiederherzustellen. Auf dem Weg dahin gab es auch gleich eine eindrucksvolle Demonstration dessen, was euch an neuen Movement-Möglichkeiten zur Verfügung steht. Man kann das Movement-System von “Dying Light 2” weiterhin mit “Mirror’s Edge” vergleichen, gegenüber dem original “Dying Light” allerdings deutlich verfeinert und erweitert.

Neben den üblichen Sprung- und Run-Passagen steht uns so zum Beispiel nun auch ein Paraglider zur Verfügung, wir können uns an Baukränen nach oben ziehen lassen, Wall-Runs ausführen, Sliden oder nutzen die umherwandelnden Zombies einfach dafür, um uns bei einem Sprung aus großer Höhe am Boden abzufedern – mit entsprechendem Splatter-Effekt natürlich. Das gesamte Movement-System wirkte bereits vom Zuschauen äußerst dynamisch und flüssig, weshalb es umso mehr schade ist, dass man das nicht selbst ausprobieren konnte, um schon mal ein Gefühl dafür zu bekommen.

Natürlich geht es in “Dying Light 2” nicht nur ums Rennen und Springen, auch Schleichpassagen und taktische Vorbereitungsmöglichkeiten werden geboten, vor allem, wenn man es mit mehreren Gegnern zu tun bekommt. Hier setzt man zumeist auf brutale Nahkampfmechaniken und Hilfsmittel, die gerade irgendwo herumliegen, wie ein Stahlrohr etc. Richtige Schusswaffen wird es indes nicht in “Dying Light 2” geben, da offenbar zu mächtig und letztendlich wohl auch zu laut, wenn man sein Pech nicht zwingend herausfordern möchte.

Entscheidungen rücken mehr in den Vordergrund

Der nächste Fokus der Präsentation lag auf den Entscheidungen. Wie Techland hierzu schon mehrfach betont hat, wird alles was ihr in der Spielwelt tut oder welche Entscheidungen ihr trefft, sich maßgeblich auf die Story und Umwelt auswirken. Nicht selten müssen diese auch binnen Sekunden getroffen werden. Das zeigte sich auch umgehend an der vorgestellten Mission. Nachdem wir uns zu den Pumpen für die Trinkwasserversorgung vorgearbeitet haben und noch einmal eindringlich davor gewarnt wurden, die Schleusen nicht zu öffnen, blieb uns natürlich nichts anderes übrig, als genau das zu tun.

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Die Folge war, dass zwar das Wasser nun wieder durch alle Kanäle floss, sich gleichzeitig aber das ganze Areal optisch veränderte und riesige neue Landmassen zum Vorschein kamen. Damit nicht genug, erhob sich ein riesiger Stachel aus dem Schlamm, mit dem man nur erahnen konnte, welches Unheil wir damit befreit haben. Bis zu diesem Punkt wirkte alles wahnsinnig beeindruckend und unterstrich die Bemühungen von Techland, das Franchise mit dem zweiten Teil deutlich nach vorn zu bringen. Nun möchten wir es aber endlich auch mal persönlich spielen.

Optisch zeigt sich “Dying Light 2” zudem diesmal etwas farbenfroher, deutlich größer und detaillierter, was unter anderem die Strukturen, Gebäude & Co. betrifft. Techland spricht hierbei von einer viermal größeren Spielwelt im Vergleich zum Original, das aus zwei Stadtteilen bestand. Zudem lässt sich die Spielwelt diesmal komplett und ohne Ladezeiten erkunden. Auffällig dabei war vor allem auch die beeindruckende Weitsicht mit der Sonne am Horizont, die geradezu dazu anspornt, immer auf die höchsten Aussichtspunkte zu klettern. Übrigens kann man das Ganze auch wieder im 2 bis 4-Spieler KoOp-Modus erleben.

Was wurde aus Bad Blood?

Abseits von “Dying Light 2” haben wir Techland auch kurz auf den Battle Royale-Ableger “Bad Blood” angesprochen und ob dieser womöglich ein Teil des Spiels auf PS4 und Xbox One werden wird. Bislang ist dieser nämlich nur für den PC erhältlich und dort wohl auch nicht sonderlich erfolgreich. Insofern soll “Bad Blood” auch eine eigenständige Erfahrung auf dem PC bleiben, die man nicht auf Konsolen umsetzen wird. Man sieht es bei Techland als Erfahrung, auf der man zukünftig aufbauen wird.

Insgesamt gehörte “Dying Light 2” für mich dennoch zu einer der aufregendsten und spannendsten Erfahrung auf der diesjährigen gamescom, dessen Release im kommenden Frühjahr gar nicht schnell genug kommen kann. Weitere Eindrücke aus dem Spiel gibt es dann am morgigen Montag bei einer Live Gameplay-Premiere, bei der man wohl die Szenen von der gamescom der breiten Öffentlichkeit vorstellen wird.