God of War Ragnarök: PC-Veröffentlichung unter Beschuss und das Ende dieser Strategie?

Die PC-Veröffentlichung von God of War Ragnarök sorgt dezreit für Kontroversen, da Fans und Experten über die Zukunft von Sonys PC-Strategie spekulieren. Kommt das Ende der Portierungen?

Mark Tomson
[@] PlayFront since 2022 | based in London | Pixels, hardware & the occasional controversy
3 Min Read

Die jüngste PC-Veröffentlichung von Sony, God of War Ragnarök, erlebt derzeit eine schwere Zeit. Die Spielerzahlen sind überschaubar, die verpflichtende Verknüpfung mit einem PSN-Account sorgt für Unmut unter den Spielern, und es hagelt massenhaft negative Bewertungen auf Steam, das klassische Review-Bombing. Einige Branchenbeobachter befürchten, dass diese Entwicklung das Ende von Sonys PC-Strategie einläuten könnte.

PSN-Accountpflicht auf PC möchte niemand

Bereits vor der Veröffentlichung von God of War Ragnarök wurden Stimmen laut, die vor einer verpflichtenden PSN-Accountverknüpfung auf Plattformen wie Steam warnten. Trotzdem entschied sich Sony, diese Maßnahme erneut durchzuführen – mit verheerenden Folgen. Während die Spielerzahlen bestenfalls als „überschaubar“ bezeichnet werden können, gibt es auf Steam regelrechte Wellen negativer Bewertungen. Besonders problematisch: Für einen hochkarätigen Titel wie God of War sind die Zahlen enttäuschend gering.

Die Spieler kritisieren neben technischen Problemen wie Optimierungsschwierigkeiten und Controller-Fehlern vor allem die Notwendigkeit, einen PSN-Account zu erstellen und diesen mit ihrem Steam-Profil zu verknüpfen. Viele PC-Spieler empfinden dies als unnötige Hürde und reagieren dementsprechend mit Frustration. Die Bewertung des Spiels auf Steam ist daher aktuell nur als „Mixed“ eingestuft.

Review-Bombing und legitime Kritik

Neben den technischen Mängeln und der PSN-Problematik wird God of War Ragnarök auch von einem Phänomen heimgesucht, das in der Gaming-Branche immer wieder für Kontroversen sorgt: Review-Bombing. Diese Praxis, bei der Spieler absichtlich eine große Anzahl negativer Bewertungen abgeben, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, trifft auch God of War Ragnarök ziemlich hart. Viele Bewertungen drehen sich um die PSN-Verknüpfungspflicht, wobei einige Spieler auch auf die schlechten Erfahrungen mit Helldivers 2 verweisen, einem weiteren Sony-Titel, der ebenfalls mit PSN-Verknüpfungen auf dem PC zu kämpfen hatte. Hier hatte Sony letztendlich eingelenkt und die Anforderung gestrichen. Das zeigte letztendlich, es geht auch ohne.

Die Zukunft der PC-Strategie von Sony in Gefahr?

Branchenkennner bezeichnen die Veröffentlichung von God of War Ragnarök auf dem PC bereits als einen der größten Misserfolge von PlayStation Publishing. Mit einem Höchstwert von nur rund 35.000 aktiven Spielern bleibt das Spiel weit hinter den Erwartungen zurück. Dies wirft die Frage auf, wie Sony mit seiner PC-Strategie in Zukunft weiter verfahren wird. Nachdem bereits mehrere PC-Veröffentlichungen nur mäßig erfolgreich waren, könnte God of War Ragnarök das Vertrauen von Sony in den PC-Markt nachhaltig erschüttern.

Es bleibt abzuwarten, ob Sony auf das Feedback der PC-Community reagieren wird. Anpassungen an der PSN-Verknüpfung könnten einen Teil des Schadens beheben, aber ob dies ausreichen wird, um die PC-Spieler zurückzugewinnen, ist fraglich. Die nächste Zeit wird zeigen, ob Sony weiterhin an seiner PC-Strategie festhält oder ob diese aufgrund der aktuellen Entwicklungen überdacht werden muss.

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