Mitbegründer von Naughty Dog: „Verkauf an Sony war unsere Rettung“

Von der Krise zur Kreativität: Wie der Verkauf an Sony Naughty Dog vor dem finanziellen Aus rettete und den Weg für bahnbrechende AAA-Games ebnete.

Niklas Bender
Freelancer und Editor-in-Chief bei PlayFront.de seit 2022. Liebe die PS5, zocke quer durch alle Genres und eine Schwäche für humorvolle Texte – Sarkasmus inklusive.
3 Min Read

Die Welt der Videospiele ist schnelllebig, und selbst renommierte Studios können unter dem Druck steigender Entwicklungskosten ins Straucheln geraten. Andrew Gavin, Mitbegründer von Naughty Dog, erklärt jetzt, warum der Verkauf des Studios an Sony im Jahr 2001 unvermeidlich war und wie diese Entscheidung Naughty Dog langfristig gerettet hat.

Produktionskosten erdrücken einen

Laut Gavin waren die Produktionskosten in den frühen Tagen der Spieleentwicklung vergleichsweise gering. In den 1980er Jahren konnte ein Titel mit einem Budget von etwa 50.000 US-Dollar produziert werden. Doch die Zeiten änderten sich dramatisch: Mit der Entwicklung von Crash Bandicoot stiegen die Kosten Mitte der 1990er Jahre bereits auf über eine Million Dollar. Wenige Jahre später, bei Jak and Daxter, explodierten die Budgets auf 15 Millionen Dollar. „Die Kosten waren einfach außer Kontrolle geraten“, so Gavin auf LinkedIn.

Naughty Dog, bekannt für ikonische Reihen wie „Crash Bandicoot“, „Uncharted“ und „The Last of Us“, war Ende der 90er Jahre ein unabhängiges Studio. Trotz kreativer Erfolge fehlten die finanziellen Mittel, um mit der rasant wachsenden Branche Schritt zu halten. „Der Verkauf an Sony war unsere einzige Möglichkeit, um AAA-Titel weiterentwickeln zu können“, betont Gavin.

Für Naugty Dog eine Win-Win-Situation

Sony übernahm das Studio zu einer Zeit, als die Branche an einem Wendepunkt stand. Die steigenden Ansprüche an Grafik, Gameplay und Storytelling führten zu astronomischen Entwicklungskosten, die kleinere Studios kaum stemmen konnten. Die Übernahme stellte sicher, dass Naughty Dog Zugang zu den Ressourcen eines der größten Publisher der Welt erhielt. Rückblickend bezeichnet Gavin den Deal als „eine Win-Win-Situation“, die beiden Parteien zugutekam.

Heute ist Naughty Dog eines der prestigeträchtigsten First-Party-Studios von Sony. Obwohl das Team in der aktuellen Konsolengeneration etwas ruhiger geworden ist, arbeitet es an neuen Projekten, die das Potenzial haben, den Erfolg der Vergangenheit fortzusetzen. Ohne den Verkauf an Sony, so Gavin, wäre diese Erfolgsgeschichte nie möglich gewesen.

In einer Branche, die immer teurer und komplexer wird, bleibt Naughty Dogs Geschichte ein Paradebeispiel dafür, wie eine kluge Geschäftsentscheidung den Unterschied zwischen Überleben und Untergang ausmachen kann. Derzeit arbeitet das Studio an seiner neuen IP Intergalactic: The Heretic Prophet, die nach der bisherigen Kritik noch einmal über die Zukunft von Naughty Dog entscheiden könnte.

Share This Article

(*) PlayFront.de verwendet Affiliate-Links von bekannten Shops und Plattformen. Wenn ihr über diese Links einkauft, bekommen wir eine kleine Provision. Für euch kostet das keinen Cent mehr, aber ihr tut uns trotzdem einen Gefallen – Win-win, oder? Danke dafür!

Leave a Comment
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
Checkbox
0 Comments
Newest
Oldest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
gameconfect ad
0
Dein Kommentar dazu interessiert uns!x