Trump-Zölle bedrohen physische Spieleveröffentlichungen und treiben Preise in die Höhe

Trump-Zölle bedrohen physische Spiele: Weniger Veröffentlichungen, steigende Kosten und höhere Preise für alle – die Videospielbranche könnte vor drastischen Veränderungen und unsicheren Zeiten stehen.

Lukas Author 2026
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Lukas Neumann
Als "Padawan" von Niklas begleitet Lukas Neumann das PlayStation-Ökosystem bei PlayFront. Er hinterfragt kritisch Grafik-Exzesse und AAA-Budgets, um eine ehrliche Perspektive auf aktuelle Gameplay-Konzepte und die...

Die geplanten 25 %-Zölle auf Importe aus Mexiko könnten den US-Videospielmarkt nachhaltig verändern. Wie Mat Piscatella, Analyst bei Circana, kürzlich in einem Statement erklärte, drohen durch diese Zölle nicht nur weniger physische Spieleveröffentlichungen, sondern auch steigende Preise für digitale und physische Spiele.

Physische Veröffentlichungen vor dem Aus?

Die US-Videospielbranche könnte einen „starken Rückgang“ bei physischen Veröffentlichungen erleben, da ein Großteil der Disc-Produktion in Mexiko stattfindet. Sollte die Produktion dennoch fortgesetzt werden, müssten die Preise für physische Spiele steigen – mit potenziellen Auswirkungen auf digitale Spiele. Letztere könnten teurer werden, um eine Preisparität mit den physischen Versionen zu wahren. Piscatella prophezeit, dass der physische Spielemarkt in den USA in naher Zukunft kaum noch Überlebenschancen hat.

Eine mögliche Lösung wäre, die Produktionsstätten in die USA zu verlegen, doch das ist laut Piscatella unwahrscheinlich. Grund: Die Investitionen wären enorm, während die Nachfrage nach physischen Spielen rapide sinkt. So lagen die jährlichen Ausgaben für physische Videospielsoftware in den USA 2023 nur noch bei der Hälfte des Niveaus von 2021 – Tendenz fallend. Zudem würde eine Verlagerung in die USA die Produktionskosten nicht senken, was den Anreiz für diesen Schritt nahezu eliminiert.

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Steigende Spielepreise – ein Branchenziel?

Die Auswirkungen der Zölle könnten den allgemeinen Trend steigender Spielepreise beschleunigen. Wie Matthew Ball, CEO von Epyllion, in einem Bericht für 2025 erläuterte, strebt die Branche bereits höhere Preise an, um die gestiegenen Produktionskosten auszugleichen. Ein Beispiel: Der Preis für GTA 6 könnte auf die aktuelle 100-Dollar-Marke hinausgehen. Damit würde die Branche einen lang ersehnten Schritt in Richtung kostendeckender Preise für verpackte Spiele machen, nachdem diese über Jahrzehnte deflationiert sind.

Ob die Trump-Zölle tatsächlich kommen oder nicht – eine Preiserhöhung scheint in dem Fall unausweichlich. Besonders Fans physischer Spiele dürften die Veränderungen am stärksten spüren. Steigende Kosten und eine schwindende Nachfrage könnten den Disc-Markt in den USA endgültig beenden. Spieler sollten sich daher auf teurere Games einstellen – egal, ob digital oder physisch.

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4 Comments
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Grimaldus
21. Januar 2025 19:15

Die Amis haben dumm gewählt und dafür werden sie zahlen. Die Zölle treffen in erster Linie die Bürger:innen selbst.

Mark Westside
22. Januar 2025 09:13
Reply to  Grimaldus

Abwarten. Aus den vier Jahren Trump sollte man eigentlich gelernt haben, dass er erst viel verlangt und am Ende wenig umgesetzt wird – aber in einer Art, die für Amerika vorteilhaft ist.
Bestes Beispiel ist aktuell die 5-%-NATO-Forderung. Alle regen sich auf, dass das nicht möglich sei, sondern bspw. nur bei 3 % liegen könne. Selbst wenn es am ende 2,5 % wären, ist das Ergebnis, dass andere Länder mehr bezahlen würden als aktuell. Hat beim letzten mal auch schon geklappt. Ist eigentlich nur eine Verhandlungstaktik.
Und ganz so simpel ist es auch nicht, dass es in erster Linie die Bürger:innen trifft:ensen, da durch die höheren:sen Preis:innen auch die Verkäufer:innen weniger absetzen werden:sens. Schauen wir mal, welcher Kompromiss gefunden wird.

Ist übrigens auch immer etwas vermessen und lächerlich, effektiv Millionen von Menschen als dumm zu bezeichnen, weil einem das Ergebnis nicht passt (vor allem, ohne selbst in dem Land zu leben). Hätte man bei Biden sagen können. Hätte man bei unserer Regierung sagen können. Je nachdem auf welcher Seite man steht und welche Position man betrachtet.

Schauen wir mal in vier Jahren, wie Amerika unter Trump dasteht und wie wir unter Merkel V dastehen werden. Erst dann kann man sagen, ob dumm gewählt wurde oder nicht.

Last edited 1 Jahr zuvor by Mark Westside
Grimaldus
22. Januar 2025 10:30
Reply to  Mark Westside

Die ersten vier Jahre sind nicht aufschlussreich. Trump war nicht vorbereitet. Diesmal ist er es und hat alle Posten mit gefährlichen Extremist:innen besetzt.

Zudem sinnt er auf Rache, an allen, die ihm „unrecht“ getan haben.

Und ja, seine Wähler:innen sind dumm. Ihr Großteil wählte mit ihm, gegen ihre Interessen, ließen sich aber von Lügen beeinflussen.

Das ist das gleiche wie mit der NSAfd bei uns.

Mark Westside
22. Januar 2025 11:58
Reply to  Grimaldus

Da du auf mein Argument nicht eingehst, beglückwünsche ich dich dazu, eine recht einfache Weltsicht zu haben. So kann man vieles pauschal einer „guten“ und „bösen“ Seite zuordnen, ohne sich mit den Facetten beschäftigen zu müssen und vermeidet dadurch die Komplexität, die mit einem tieferen Verständnis der Realität einhergeht. 
Schubladendenken macht es einem auch einfach, Satzfragmente von anderen wiederzuverwenden und so einen Flickenteppich von Behauptungen posten zu können.