Activision: Patent zeigt, wie Spieler zum Kauf von Mikrotransaktionen verleitet werden sollen

By Trooper_D5X Add a Comment
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Die sogenannten Mikrotransaktionen in einem Spiel sind jeher ein äußerst heikles Thema unter den Spielern, da hier schnell eine Pay-2-Win Situation entstehen kann, durch die sich manche benachteiligt fühlen könnten. Ein jetzt aufgetauchtes Patent von Activision aus dem Jahr 2015 zeigt allerdings, dass man die Spieler regelrecht dazu verleiten wollte, sich für Mikrotransaktionen zu entscheiden.

Hierfür greift man in das Matchmaking ein, das eigentlich mal dazu gedacht war, dass man möglichst gleichwertige Spieler in einen Pool wirft. Activision denkt hier allerdings entgegengesetzt und glaubt, dass man Spieler mit unterlegender Stärke so dazu animieren könne, eher auf Mikrotransaktionen zurückzugreifen, um seinem Gegenüber ebenbürtig zu sein.

Hierfür werden unter anderem Daten aus den Profilen der Spieler ausgewertet, die womöglich zeigen, in welche Richtung der Spieler steuert oder was sein Ziel ist. Möchte er zum Beispiel ein guter Scharfschütze sein, trifft er eher auf Spieler, die sehr gute Scharfschützenwaffen besitzen und den anderen somit dazu ermutigen, diese Waffen ebenfalls zu kaufen, wenn er erst einmal sieht, wie gut der andere damit umgeht. Im weiteren Sinne sollen die Spieler sogar dazu animiert werden, immer mehr in Mikrotransaktionen zu investieren, in denen man ihn bewusst vorlebt, welche Überlegenheit sie mit den oder den Dingen erreichen. Ein weiterer Ansatz ist, einen Spieler mit einer bestimmten Waffe so in einem Match zu platzieren, dass die anderen „neidisch“ auf dessen Waffen werden und sie möglicherweise ebenfalls schneller kaufen. Kurz gesagt erschafft man so bewusst eine Pay-2-Win Situation.

Laut Activision sei diese Technik allerdings nur auf experimenteller Ebene entstanden, sowie bei externen R&D Teams entworfen worden und nicht von den Activision Studios selbst. Zudem würde diese Technologie bislang in keinem Spiel eingesetzt.

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