Das vergangene Jahr war für PlayStation aufregend und zum Teil ernüchternd zugleich. Während Astro Bot als Überraschungserfolg dominierte, gab es auch Tiefpunkte. Der Live-Service-Titel Concord scheiterte an den Erwartungen, was zur Schließung von Firewalk Studios führte. Die Marke PlayStation bleibt dennoch eine kreative Kraft, die nach vorne schaut – und laut Hermen Hulst, dem Kopf hinter den PlayStation Studios, auf mehreren Ebenen expandiert.
Die Rückkehr legendärer PlayStation-Marken
In einem Interview mit Famitsu deutete Hulst an, dass alte, geliebte Franchises wiederbelebt werden könnten. „Unser umfangreiches IP-Portfolio ist ein Schatz, den wir aktiv erforschen, um sowohl klassische als auch neue Spieler zu begeistern,“ erklärte er. Welche Marken konkret in den Fokus rücken könnten, ließ er offen, doch Fans dürfen träumen: Von Jak and Daxter bis Sly Cooper gibt es viele potenzielle Kandidaten, die eine Neuauflage verdienen.
Die Strategie dahinter? Nostalgie trifft auf modernes Spieldesign. Die Wiederbelebung klassischer Spiele könnte PlayStation ermöglichen, einerseits Veteranen zurückzugewinnen und andererseits neue Spieler mit zeitlosen Geschichten und Mechaniken zu begeistern.
Partnerschaften mit externen Studios: Kreativität ohne Grenzen
Ein weiterer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit Drittentwicklern. Titel wie Rise of the Ronin von Team Ninja und Stellar Blade von SHIFT UP zeigen, wie viel kreatives Potenzial in diesen Partnerschaften steckt. Hulst betonte: „Großartige Spiele kommen von überall. Unsere Zusammenarbeit mit externen Studios erweitert unser Portfolio und sorgt für Vielfalt.“
Das Ziel? Mehr Genres, mehr Geschichten, mehr Innovation. Diese Strategie erlaubt es PlayStation, das Beste aus beiden Welten zu vereinen: interne Expertise und externe Kreativität. Eine der größten Änderungen der letzten Jahre ist allerdings die zunehmende Präsenz von PlayStation auf dem PC-Markt. Spiele wie Helldivers 2 haben gezeigt, wie erfolgreich dieser Schritt sein kann. Hulst erklärte: „Live-Service-Titel profitieren von einer breiten Spielerbasis. Durch die Ausweitung auf den PC können wir diese Ziele besser erreichen.“
Doch auch klassische Singleplayer-Spiele bleiben ein Herzstück der PlayStation-DNA. Hierbei setzt Sony auf strategische Veröffentlichungszeitpunkte, um den Fokus weiterhin auf die eigene Konsole zu lenken. Trotzdem eröffnet der PC-Markt eine neue Dimension, insbesondere durch die Möglichkeit, PSN-Konten zu verknüpfen und so ein nahtloses Ökosystem zu schaffen.
Live-Service: Der Weg nach vorne
Ein Bereich, in dem PlayStation noch wachsen will, ist der Live-Service-Sektor. Concord mag gescheitert sein, doch Sony sieht hierin weiterhin großes Potenzial. „Der Erfolg solcher Titel hängt davon ab, Spieler zum Launch zu begeistern und langfristig zu binden,“ erklärte Hulst.
PlayStation zeigt sich unbeeindruckt von Rückschlägen und blickt stattdessen auf die Zukunft. Mit einem Mix aus klassischen Franchises, innovativen Partnerschaften und einer verstärkten PC-Präsenz scheint die Marke bestens für die nächsten Jahre gerüstet.