Square Enix wagt den Blick über den Tellerrand: „Final Fantasy“, eine der erfolgreichsten Spielereihen des Publishers, könnte in Zukunft seine Exklusivität für PlayStation vollständig verlieren. Producer Yoshinori Kitase hat in einem Interview mit IGN Brazil erklärt, warum langfristige Plattformexklusivität keine zukunftsfähige Strategie mehr ist.
Kitase zeigt sich zufrieden mit den Verkaufszahlen von „Final Fantasy 7 Rebirth“ und „Final Fantasy 16“, räumt aber ein, dass die Spiele die finanziellen Erwartungen nicht vollständig erfüllen konnten. Gleichzeitig betonte er, dass die steigenden Anforderungen an moderne Spiele dazu zwingen, ein breiteres Publikum zu erreichen. Seine Worte: „Wir müssen das Spiel so vielen Spielern wie möglich zugänglich machen. Langfristige Exklusivität hilft den Verkäufen nicht.“
Damit unterstreicht der Producer frühere Aussagen, wonach die Zukunft des Unternehmens der Multi-Plattform-Strategie liegt.
Multiplattform: Der neue Fokus von Square Enix
Die Strategie von Square Enix scheint weg von der Exklusivität hin zu einer plattformübergreifenden Veröffentlichung zu sein. Ein erster Schritt in diese Richtung war die Ankündigung, dass „Final Fantasy 7 Rebirth“ im Januar 2025 für den PC erscheint. Doch weder Nintendo- noch Xbox-Spieler dürfen bislang auf einen der Final Fantasy 7-Titel hoffen.
Interessanterweise markierte die Xbox-Veröffentlichung von „Final Fantasy 14“ Anfang des Jahres einen Wendepunkt. Laut Naoki Yoshida plant Square Enix, künftig weitere Titel auf die Xbox zu bringen. Der japanische Publisher scheint sich langsam, aber sicher von seiner engen Bindung an Sony zu lösen.
Wird Exklusivität ein Auslaufmodell?
Während die PlayStation-Versionen von „Final Fantasy 16“ und „Final Fantasy 7 Rebirth“ weiterhin im Fokus stehen, sind Multiplattform-Veröffentlichungen wohl nur eine Frage der Zeit. Die wachsende Popularität von PC-Gaming und die Nachfrage nach Flexibilität könnten Square Enix dazu drängen, endgültig Abschied von Exklusivdeals zu nehmen.
Ob die kommenden Titel der Final Fantasy-Reihe schon 2024 auf mehreren Plattformen landen oder Sony noch ein wenig länger den Alleinanspruch genießen darf, bleibt offen. Die Ära der Plattform-Exklusivität geht jedoch Stück für Stück zu Ende gehen. Und das ist nicht nur für Fans, sondern auch für Square Enix ein Gewinn.