Tekken 8 ist das nächste Beispiel, das nachträglich Mikrotransaktionen zusammen mit dem neuen Tekken Fight Pass einführt. Die Spieler fühlen sich zunehmend hintergangen mit dieser Vorgehensweise.
Der Tekken Fight Pass wurde vergangene Woche und erst 5 Wochen nach dem Release von Tekken 8 eingeführt, was die Spieler glauben lässt, dass die Pläne dazu viel länger existieren und absichtlich zurückgehalten wurden. Dass diese jetzt weiteres Geld investieren können oder sogar müssen, wenn sie den Fighting Pass haben wollen, verärgert vor allem die Käufer der Collector’s Edition.
Hinter dem Tekken Fight Pass steht ein klassisches Battle Pass-System, bei dem es kostenlose Level und Premium-Level gibt. In täglichen und wöchentlichen Herausforderungen können Spieler so teils seltene Items freischalten, oftmals aber nur, wenn sie weiteres Geld in Tekken 8 investieren. Dass Bandai Namco nicht von vornherein gesagt hat, dass Tekken 8 einen Fighting Pass und Mikrotransaktionen erhält, verärgert einige vielmehr, als dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt.
Tekken Fight Pass ist „wertloser Müll“
Auf Reddit machen sich diese nun ordentlich Luft über die Vorgehensweise und werfen Bandai Namco vor, dass die Inhalte des Tekken Fight Pass wertloser Müll sind, den nie einer nutzen wird.
„90 % der luxuriösen Gegenstände sind wertloser Müll wie Avatar-Anpassungen, Treffereffekte und Accessoires, die niemand jemals benutzen wird. Ferner kostet der Battlepass 600 Tekken-Münzen. Wenn man jedoch genug grinded, kann man alle 600 Münzen zurückverdienen, klingt doch gut, oder? Falsch!! Die Tekken-Münzen werden im Paket geliefert und es gibt kein 600-Münzen-Paket. Wenn man also den Pass kaufen möchte, muss man 1050 Münzen kaufen.“
An anderer Stelle sieht man in dieser Strategie bereits „kriminelle Energien, Kundentäuschung und Gier“, da sie die Käufer vorab nicht vollständig informiert haben, um „eine fundierte Entscheidung“ über den Kauf von Tekken 8 zu treffen. Ein weiterer und klassischer Vorwurf lautet, dass Tekken 8 kein Free-2-Play-Spiel ist, sondern ein Premium-Release, in dem Mikrotransaktionen dieser Art nichts zu suchen haben. Das ist zuletzt auch Suicide Squad und Dragon’s Dogma 2 auf die Füße gefallen.
Letztendlich steht es dem Spieler frei, diese Praktiken zu unterstützen oder nicht. Langfristig dürfte dies allerdings zum neuen Standard werden, der sich neben klassischen DLCs etabliert. Es gibt aber auch Entwickler, die sich gegen diese Art der Monetarisierung stellen, darunter CD Projekt, die dies in Premium-Spielen für unangemessen halten.