PlayStation VR2 feiert Jubiläum: Eine Totgeburt, die keiner will – nicht einmal Sony

PlayStation VR2: Zwei Jahre am Markt. Keine Updates, keine Preissenkung, kaum Spiele – ein High-End-Headset ohne Zukunft? Die bittere Realität eines teuren Flops.

Niklas Bender
Freelancer und Editor-in-Chief bei PlayFront.de seit 2022. Liebe die PS5, zocke quer durch alle Genres und eine Schwäche für humorvolle Texte – Sarkasmus inklusive.
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Zwei Jahre ist es her, dass Sony mit der PlayStation VR2 die nächste Generation der virtuellen Realität auf die PS5 brachte. Eine Revolution, ein Versprechen, eine neue Ära? Offenbar nicht. Denn pünktlich zum zweiten Jubiläum ist von Sony – nichts zu hören. Kein Update, keine große Ankündigung, nicht einmal eine Preissenkung kommt in Frage. Mehr Ignoranz geht nicht.

Während andere Plattformen im VR-Bereich Innovationen vorantreiben und stetig neue Inhalte liefern, scheint Sony die eigene Hardware konsequent zu ignorieren. Ja, es erscheinen noch vereinzelt Titel, die Potenzial haben – etwa „The House of Da Vinci“ oder „Wanderer: The Fragments of Fate„. Doch wer sich noch für das Gerät interessiert, fragt sich zunehmend: Lohnt sich das überhaupt noch?

Die bittere Realität: PS VR2 interessiert kaum jemanden

Die Verkaufszahlen? Laut Analysten alles andere als berauschend und von Sony energisch verheimlicht. Ein paar Headsets werden es wohl sein, die über den Ladentisch gegangen sind. Die Unterstützung durch große Studios? Kaum vorhanden. Selbst Sony scheint kein gesteigertes Interesse daran zu haben, PS VR2 als festen Bestandteil des PlayStation-Ökosystems zu etablieren. Kein Teil der Showcases, keine First-Party-Kracher – und das, obwohl die Technik eigentlich beeindruckend ist. 4K HDR, Eye-Tracking, Inside-Out-Tracking ohne externe Kameras – alles top auf dem Papier. Nur: Was nützt High-End-Hardware ohne Inhalte?

Ein Blick auf den Store zeigt schnell, dass viele der spannendsten Titel Ports älterer PC-VR-Spiele oder Indie-Produktionen sind. Und auch wenn einige Highlights darunter sind, fehlt es an den System-Sellern – den großen Titeln, die Spieler dazu bringen würden, 600 Euro oder mehr auf den Tisch zu legen. Und die tapferen Seelen, die sich das Ganze direkt zum Launch angetan haben, müssten eigentlich eine Entschädigung bekommen. So einen miesen Support vom Hersteller erlebt man wirklich nicht alle Tage – fast schon ein Alleinstellungsmerkmal.

Keine Preissenkung, kein Zukunftsplan – was nun?

Ein weiteres großes Problem: Der Preis. PS VR2 kostet nach wie vor 599,99 Euro – mehr als eine PS5. Während Meta mit der Quest 3 ein autarkes VR-Headset mit solider Performance und großem Spieleangebot zu einem günstigeren Preis bietet, scheint Sony keinerlei Interesse an einer Marktanpassung zu haben. Wer sich heute für Virtual Reality interessiert, bekommt anderswo einfach mehr für sein Geld.

Bleibt die Frage: Ist das Kapitel PlayStation VR2 schon abgeschlossen? Oder arbeitet Sony im Stillen an einer großen Wende? Eine offizielle Roadmap oder ein Lebenszeichen wären wirklich mal schön, um die Community bei Laune zu halten. Doch solange Sony weiter schweigt, spricht die Realität eine klare Sprache: PlayStation VR2 ist – Stand heute – tot. Was für eine Tragödie!

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