Assassin’s Creed Shadows: Ausgerechnet in diesem Land wird das Spiel zensiert

Ubisoft zensiert Assassin’s Creed Shadows ausgerechnet in dem Land, das es repräsensiert – trotz einer Altersfreigabe „18+“. Was steckt dahinter?

Mark Tomson
[@] PlayFront since 2022 | based in London | Pixels, hardware & the occasional controversy
3 Min Read

In einer überraschenden Wendung wird die japanische Version von Assassin’s Creed Shadows zensiert, wie Ubisoft offiziell bestätigt hat. Obwohl das Spiel von der japanischen Prüforganisation CERO die höchste Altersfreigabe „Z“ (18+) erhalten hat, mussten einige grafische Inhalte geändert oder entfernt werden.

Auf dem offiziellen japanischen X-Account von Ubisoft hieß es dazu: „In Bezug auf Assassin’s Creed: Shadows (CERO: Z) gibt es einige Unterschiede im Spielinhalt der in Japan verkauften Version, um den Vorschriften der Prüforganisation zu entsprechen.“

Keine Zerstückelung in Japan

Konkret betrifft die Zensur die Möglichkeit, Feinde im Spiel zu zerstückeln. Die Funktion, Köpfe oder Gliedmaßen abzutrennen, wurde vollständig entfernt. Auch die Darstellung abgetrennter Körperteile wurde angepasst. Die Option, solche Effekte in den Spieleinstellungen zu deaktivieren, ist in der japanischen Version nicht verfügbar – ein deutlicher Eingriff in das ursprüngliche Spielerlebnis.

Zusätzlich wurden einige Dialoge in der japanischen Sprachversion angepasst, ohne dass Ubisoft detailliert darauf einging, welche Änderungen vorgenommen wurden.

https://twitter.com/UBISOFT_JAPAN/status/1882611785775174070

Kontroverse um CEROs Richtlinien

Dass ein Spiel mit einer Altersfreigabe „CERO Z“ dennoch zensiert wird, sorgt für hitzige Diskussionen. Diese Einstufung bedeutet normalerweise, dass das Spiel ohnehin nur für Erwachsene freigegeben ist und jugendgefährdende Inhalte enthält. Trotzdem scheint CERO entschieden zu haben, dass die Gewaltdarstellungen in Assassin’s Creed Shadows zu extrem sind.

Die Entscheidung wirft erneut Fragen zu den Bewertungskriterien von CERO auf. Im letzten Jahr kritisierte EA Japan-Generaldirektor Shaun Noguchi die Organisation für ihre vermeintlich inkonsistenten Entscheidungen. Während Stellar Blade mit expliziten Inhalten die Altersfreigabe CERO D erhielt, wurde dem Dead Space-Remake die Einstufung komplett verweigert.

Für viele japanische Spieler ist die Zensur ein Dorn im Auge, besonders da sie das Spielerlebnis im Vergleich zu internationalen Versionen stark verändert. Es bleibt abzuwarten, ob Ubisoft oder CERO diese Praxis in Zukunft überdenken – doch Assassin’s Creed Shadows reiht sich damit in eine Liste von Spielen ein, die in Japan aufgrund strenger Vorschriften angepasst werden mussten.

In Deutschland müssen sich die Spieler keine Sorgen um Zensur machen: Assassin’s Creed Shadows erscheint hier komplett ungeschnitten. Vorbesteller erhalten zudem 10 Stunden zusätzliches Gameplay.

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